Multi-Kulti hoch Vier – Filmtipp der Woche

Versetzen Sie sich in folgende Lage: Sie sind Mutter/Vater von vier Töchtern, wovon drei bereits vermählt sind – mit Männern aus jeweils anderen Kultur- und Glaubensgemeinschaften. Wie verläuft in der Situation wohl der Familienalltag? Dass Multikulturalität nicht nur Bereicherung, sondern auch Missverständnisse und nicht zuletzt Vorurteile mit sich bringt, wird in „Monsieur Claude und seine Töchter“ grandios gezeigt.

Clash of Cultures
In dieser Multi-Kulti-Familie hat nicht nur das Ehepaar Verneuil mit den kulturellen Eigenheiten der einzelnen Schwiegersöhne, einem Juden, einem Muslimen und einem Chinesen, zu kämpfen, sondern auch die drei Ehemänner untereinander führen einen „Kampf der Kulturen“. Familienzusammenkünfte jeglicher Art sind geprägt von kulturellen Verallgemeinerungen und Sticheleien. Nach einem längeren Zeitraum ohne familiäre Treffen, entschließt sich das Ehepaar jedoch, Vorurteile und Streitereien aus dem Weg zu räumen und organisiert ein gemeinsames Weihnachtsfest. Beim Weihnachtsmahl bei koscherem, halal und chinesisch mariniertem Truthahn wird endlich Friede und Freundschaft geschlossen.

Alle guten Dinge sind Drei – Vier ist also Einer zu viel
Nach der anfänglichen Freude aller, als die vierte Tochter verkündet, einen Katholiken zu heiraten, wird der familiäre Friede jäh durch die Tatsache unterbrochen, dass dieser kein Franzose ist, sondern von der Elfenbeinküste stammt. Um den ursprünglichen Familienband zusammenzuhalten und einem endgültigen Zusammenbruch der Schwiegereltern entgegenzuwirken, versuchen nun die drei besten Freunde – der Jude, der Muslim und der Chinese – herauszufinden, ob der „Neue“ nicht etwa etwas zu verbergen hat und spionieren ihm nach. Ein weiteres Hindernis der jungen Liebe stellt der Vater des jungen Schwarzafrikaners dar, der sich als noch intoleranter und rassistischer hervortut als es alle anderen zuvor waren. Dementsprechend ist Turbulenz angesagt im Hause Verneuil!

Ob die Familienerweiterung einen weiteren Kulturkreis verkraftet und warum ein Aal, ein Boubou und die Gendarmerie dabei eine große Rolle spielen, sehen Sie in „Monsieur Claude und seine Töchter“. Seien Sie gespannt!

Mit der ARGE Jugend gegen Vorurteile und Rassismus
Kulturelle Vor- und Einstellungen werden über Generationen tradiert, internalisiert und reproduziert. Sie dienen oft der eigenen Identifikation und der Abgrenzung zu anderen Personen(-gruppen), wodurch nicht nur simple Verallgemeinerungen, sondern auch stark abgrenzende Alltagsrassismen entstehen und sich verfestigen können. Dementsprechend fällt es auch schwer, diese aufzubrechen bzw. in Frage zu stellen.

Human Rights Festival 2014 Foto: Johannes GellnerGemeinsam gegen Rassismus und für Menschenrechte am 11. Human Rights Festival

Uns von der ARGE Jugend ist es ein besonderes Anliegen, ein Bewusstsein für klischeehafte Haltungen und Vorurteile zu schaffen sowie diesen aktiv entgegenzuwirken. Wir verfolgen das Ziel, unterschiedliche Werthaltungen sowie Interkulturalität als Bereicherung wahrzunehmen und ein Miteinander in Vielfalt zu leben. Neben Projekten mit und von Jugendlichen wie „Schule ohne Rassismus“ mit dem jährlichen Human Rights Festival, der „Jugendwanderausstellung“ “Wohnzimmer Steiermark” oder dem „Obersteirischen Jugendprojektfonds“, bieten wir diverse Workshops zu den Themen „Vorurteile, Stereotype“, „Antirassismusarbeit“ und „Diversity“ an, bei denen die Inhalte interaktiv aufgearbeitet und diskutiert werden. Um ein passgenaues Angebot für Sie zu finden, beraten wir Sie gerne unter 03862/5738013 oder bruck@argejugend.at!
B.Re.



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