5 Dinge, die Sie bei Hetze und Extremismus im Internet tun können!

Das Internet bietet vor allem eines: Kommunikation und Verbreitung von Informationen. Dies blieb auch nicht von politisch extremen und religiös extremistischen Gruppierungen unbemerkt. Schon längst werden insbesondere soziale Netzwerke und Medienplattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, Youtube und Co. für die Verbreitung extremistischer Inhalte missbraucht. Ob terroristische Gruppierungen, die zu Anschlägen in Europa aufrufen oder radikale Einzelpersonen, die den Mord an Flüchtlingen fordern: Jüngste Verurteilungen  haben gezeigt, dass – egal ob politisch links, rechts oder religiös motivierte – „Hasspostings“ und „Verhetzungen“ nicht ungestraft bleiben.

Die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus setzt sich seit Jahrzehnten für Menschenrechte und gegen Rassismus, Diskriminierung und Extremismus ein. Was Sie tun können, wenn Jugendliche „Hasspostings“ posten oder mit Extremismus und Radikalisierung in Berührung kommen, haben wir für Sie zusammengefasst:

1) Beratungsstelle Extremismus – Beratung, Prävention, Intervention

Das Bundesministerium für Familien und Jugend hat mit der Beratungsstelle Extremismus eine erste öffentliche Anlaufstelle für alle jene Personen geschaffen, die glauben, dass Jugendliche aus dem Umfeld mit radikalen und extremistischen Inhalten und Gruppierungen sympathisieren. Die Beratung ist kostenlos und neben Deutsch auch auf Englisch, Türkisch, Persisch und Arabisch verfügbar.

Hotline: 0800 20 20 44 (Montag bis Freitag, 10:00-15:00 Uhr)
E-Mail:  office@beratungsstelleextremismus.at

2) Jugend und Extremismen – Informationen vom Bundes-ministerium für Bildung und Frauen

Auch das Bundesministerium für Bildung stellt online zahlreiche Informationen und Materialien zur Verfügung, wenn Sie in Ihrem Umfeld mit Extremismus und Hetze zu tun haben. Hier finden Sie auch umfassende Kontaktdaten von schulpsychologischen Beratungsstellen. Im kostenlosen Folder „Jugend und Extremismen“ sind diverse Kontaktadressen von Beratungsstellen zu finden.

3) 147 – Rat auf Draht

Der kostenlose, anonyme und rund um die Uhr verfügbare Notrufdienst Rat auf Draht steht mittlerweile schon seit Jahrzehnten Kindern, Jugendlichen und Bezugspersonen zur Verfügung. Auch bei Problemen mit Extremismus und Radikalisierung kann man sich an das geschulte PsychologInnen-Team von Rat auf Draht wenden.

4) ARGE Jugend: Im Internet nach dem Rechten sehen

Auch die ARGE Jugend widmet sich mehr und mehr dem Thema Extremismus im Internet. Dieses Jahr wurde das Projekt „Im Internet nach dem Rechten sehen“ ins Leben gerufen. SchülerInnen und Jugendliche sollen durch angeleitete Recherche im Internet für extremistische Inhalte sensibilisiert werden. Geschultes Personal des Landeskriminalamtes klären über rechtliche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Zivilcourage auf. Mithilfe der Antidiskriminierungsstelle werden Jugendliche schließlich dazu angeregt, im Internet handlungsfähig zu werden und Zivilcourage zu zeigen.

Für weitere Informationen zum Projekt „Im Internet nach dem Rechten sehen“ können Sie sich gerne persönlich, telefonisch oder per Mail an uns wenden!

5) Anzeige erstatten

Natürlich gibt es in Österreich auch zahlreiche Möglichkeiten, radikale und extremistische Inhalte – egal ob politisch oder religiös motiviert – zur Anzeige zu bringen. Diese Anzeigen können auch über das Internet erstattet werden:

Polizei

Meldestelle für NS-Wiederbetätigung

stopextremists – Meldestelle für radikal-islammistische Videos

stopline – Meldestelle für Kinderpornografie und Islamismus

Weitere interessante Links zum Thema:

Saferinternet: Gesetzliche Regelungen zu Hasspostings

Saferinternet: Hasspostings auf Facebook melden

Handbuch: Bekämpfung von Hatespeech durch Menschenrechtsbildung

C.U.

In Kooperation mit:

Österreichische Gesellschaft für politische



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