Weihnachten: Eine Kindheitserinnerung

Frohe Weihnachten & ein gutes Neues Jahr vom ARGE Jugend-Team

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Früher, als ich klein war, spazierte ich jedes Jahr am 24. Dezember mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder durch den Leechwald zu meinen Großeltern. Meistens durften wir durch den tiefen Schnee stapfen und beobachteten, wie zwischen den Bäumen immer weniger Licht durchfiel, es wurde langsam dunkel und die Sterne begannen den Himmel zu besiedeln.

Es war beinahe magisch, wenn meine Mama sagte: „Ihr müsst genau aufpassen und zwischen den Bäumen zum Himmel hinaufschauen, manchmal sieht man das Christkind vorbeiblitzen. Dann wisst ihr, es ist auf dem Weg zu allen Kindern, um ihnen Freude zu bereiten.“ Und ich kann euch sagen, ich war jedes Jahr davon überzeugt, das Christkind gesehen zu haben! Ich habe es durch die Tannenwipfeln fliegen gesehen – mit Engeln, die ihm geholfen haben. Ich habe mir das schöne Kleid vorgestellt, dass das Christkind wohl anhaben musste und die vielen Lichter, die es umgab. An diesen Nachmittagen, wenn es dämmerte, war der Wald kein gruseliger Ort, sondern ein Ort, an dem etwas Magisches passierte.

Angekommen bei meiner Oma und meinem Opa mussten wir ganz leise sein. Die Tür zum Wohnzimmer war geschlossen und man durfte nicht einmal mit einem Auge kurz hineinblinzeln. Erst, wenn wir alle im Arbeitszimmer saßen und warteten, war plötzlich ein leises Glöckchen zu hören. So sanft, dass es nur vom Christkind sein konnte. Wir durften nicht losstürmen, wir mussten alle gemeinsam leise und ruhig ins Wohnzimmer gehen – innerlich glühten wir Kinder jedoch vor Aufregung, eine Art Aufregung, die oft vergeht, wenn man älter wird, wenn man erfährt, dass das Christkind nicht so existiert, wie man gedacht hatte.

Doch warum? – Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe, der Hoffnung und der Freude. Wir sollten dankbar sein, für die Familie und FreundInnen, die uns umgeben, für die Hilfe, die wir bekommen und gleichzeitig auch ans Geben denken. Das Geben an Menschen, die weniger haben, die ohne Familie sind oder ein Dach über dem Kopf brauchen. Die Magie passiert dort, wo wir sie zulassen, und ein Geschenk an einen anderen Menschen, egal, ob Fremde/r oder Familienmitglied, kann die gleiche Aufregung und Vorfreude ans Licht bringen, wie das Gefühl als Kind, das Christkind gesehen zu haben.

Die Zeit verändert sich, doch der Glanz sollte nie vergehen. Wir sollten an die Lichter denken, die überall brennen, den Schnee, der fällt und die Welt einhüllt, wie in einen Mantel und die Liebe, die wir geben und geschenkt bekommen. – Das alles macht die Magie von Weihnachten aus!

Nehmt euch Zeit, für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, schenkt Freunde und Hoffnung und schaut in die Tannenspitzen, vielleicht könnt auch ihr das Christkind am 24. Dezember entdecken.

Victoria Hemmer

 

Mit diesen Worten möchten wir, das ARGE Jugend-Team, euch frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünschen. Wir können mit großer Freude auf ein sehr gelungenes Jahr 2021 zurückblicken, wissen aber auch, dass dies ohne Hilfe nicht möglich gewesen wäre.

Aus diesem Grund möchten wir uns herzlich bei unseren Fördergeberinnen und Fördergebern bedanken, aber auch bei allen Menschen, die sich engagiert, mitgemacht und mit uns an einem Strang gezogen haben. Insbesondere danken wir unseren Referentinnen und Referenten sowie unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern. Die wunderbare Umsetzung von so vielen Projekten war nur durch Team-Work möglich. Schön, dass wir alle gemeinsam die Welt von morgen und die unserer Kinder ein bisschen besser machen, nicht wegschauen und mitanpacken.

Das ARGE Jugend Team verabschiedet sich nun von 24.12.2021 bis einschließlich 3.1.2022 bei euch, um Kraft zu tanken und frisch ins Neue Jahr zu starten. Wir wünschen euch eine ruhige Zeit und lasst die Magie passieren.



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