Finnland – Musterschüler beim Klimaschutz

Klimaschutz als Chefsache ist möglich – lasst uns von den Musterbeispielen lernen!

„Wir müssen jetzt für den Klimaschutz aktiv werden, um das Überleben auf unseren Planeten zu sichern“ – so eine immer lauter werdende Forderung der Klimaschutz-Protestbewegung fridays for future, die auch in der Gesamtbevölkerung eine immer breitere Basis und stetig mehr Gehör findet.

Die genauen Forderungen der jungen Protestbewegung, die im Jahr 2018 von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg mit ihrem „Schulstreik für das Klima“ ins Leben gerufen wurde, richten sich an politische und wirtschaftliche VerantwortungsträgerInnen, die Medien und die Zivilgesellschaft: die Verankerung von Klimaschutz in der Verfassung, den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas bis 2030, die Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2025 auf 50% gegenüber 2005 und bis 2030 auf netto-Null, eine ökosoziale Steuerreform, den Stopp fossiler Großprojekte sowie eine ambitionierte und gerechte Klimaschutzpolitik auf allen Ebenen (Forcieren erneuerbarer Energien, Sensibilisieren der Bevölkerung für einen nachhaltigen Lebensstil etc.).

Das Ziel: das Halten der Erderwärmung auf unter 1,5°C zu und damit das Sichern des Überlebens auf unserem Planeten. „Die Leute tun eh was, aber die da oben ändern ja nichts“ – so eine häufig zu vernehmende Resignation umweltbewusster Privatpersonen über das vermeintliche Verschlafen des Klimawandels durch Politik, Wirtschaft und VerantwortungsträgerInnen. Und ja – es stimmt, dass auf höchster Ebene noch längst nicht genug passiert und dass aktives, rascheres Handeln dringend gefordert ist.

Doch anstatt nur zu schimpfen und jene Bereiche in´s Visier zu nehmen, wo noch nichts passiert, sollte der Blick sinnvollerweise verstärkt auf jene Musterbeispiele gerichtet werden, wo Spitzenpolitik und Entscheidungsmacht vorbildlich aktiv wird. Wie sie das macht und welchen Nutzen es bringt, genau das sollte zielgerichtet verbreitet werden!

Ein Musterbeispiel, das am 02.06.2021 im WELTjournal des ORF dokumentiert wurde ist Finnland. Dieser skandinavische Staat will bis 2035 komplett klimaneutral werden – mit ambitionierter Politik und klugen Strategien wie etwa dem Kohleausstieg bis 2029, klimaneutraler Stadtplanung, der Forschung an Kleidung aus Holzfasern sowie mit innovativen Anreizen zu einem nachhaltigen Lebensstil für die Gesamtbevölkerung.

Klimaschutz als Chefsache ist also möglich – lasst uns von den Musterbeispielen lernen!

 

Die Dokumentation zum Nachsehen findet ihr hier:

WELTjournal: Finnland – Musterschüler beim Klimaschutz

 

Weiterführende Links zum Thema:

fridays for future

Länder, die zeigen, wie Klimaschutz geht

Klimaschutzindex

Folgen des Klimawandels

 

Text: Martina Weixler

Bildcredits: pixabay



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