„Politische Bildung durch Musik, Witz und Kabarett“

Jukebox-Sessions und Kabarettabende als innovative Bildungsformate zur Annäherung an politische Bildung

Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sind wichtig…aus der Geschichte können wir vieles lernen…politische Bildung gehört verstärkt in die Schule…für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen braucht es sinnvolle Lösungen

Diese und andere Phrasen klingen in den Ohren vieler Menschen in unserem Land leer, sie stoßen ihnen regelrecht sauer auf. Politikverdrossenheit und Aktivismusmüdigkeit sind hierzulande ebenso weit verbreitet wie die Annahmen, dass vermeintlich verstaubte Geschichtsbücher lediglich trockenes Wissen vermitteln und dass politische Bildung keine Freizeitbeschäftigung darstelle, der sich Herr und Frau Österreicher/in gerne widmen. Um diesem negativen Tenor entgegenzuwirken und um politische Bildung der breiten Bevölkerung schmackhaft zu machen, bieten sich mitunter humoristisch-interaktive Veranstaltungsformate mit originellem Programm an. So können die Themen Frieden, Freiheit und Emanzipation etwa in einer  „Jukebox-Session“ mit älteren und neueren Songs (von Bob Dylan über die E.A.V. bis hin zu den Black Eyed Peas) aufgegriffen werden sowie historische und politische Entwicklungen des letzten Jahrhunderts in einem „politischen Witz- und Kabarettabend“ nachgezogen werden.

 

Von Bob Dylan bis zu den Black Eyed Peas – „Jukebox der Demokratie- und Menschenrechtsbildung“

Mit einer “Jukebox der Demokratie- und Menschenrechtsbildung” als Bildungsformat können gesellschaftlich brisante Themen der Politik – wie etwa Freiheit und Frieden, Solidarität und Gerechtigkeit, Emanzipation und Protestbewegungen, Menschenrechte und Demokratie – musikalisch-vergnüglich behandelt werden. Ein paar vergnügliche Musikstunden in freudvoller Runde sowie eine gute Möglichkeit von Bob Dylan bis zu den Black Eyed Peas die tiefe Bedeutung von Pete Seeger´s Antikriegslied „Where have all the flowers gone“ (1955) zu erfahren oder die subtile Botschaft des amüsanten E.A.V-Liedes „Die Toleranz“ (2010) zu verinnerlichen. Beim gemeinsamen Spielen, Hören und Diskutieren von Songtexten und Musikvideos der Vergangenheit und Gegenwart sowie beim Reflektieren derselben im historisch-gesellschaftlichen Kontext können neben theoretischem Wissenserwerb emotionale Eindrücke einstehen, Gedankenprozesse angeregt und ein neues Bewusstsein für die Themen gebildet werden.

 

Jede Partei hat zwei Flügel – Politiker sind also die reinsten Engel – „Politischer Witz und Kabarett“

Was sich hierzulande tausende Menschen zur Unterhaltung im Fernsehen oder Theater ansehen, steht in anderen Ländern der Erde unter Strafandrohung: politische Witze und Kabarett. Politische Witze und Kabarett sprechen Missstände offen an, kritisieren politische Entscheidungsträger/innen auf bissig-amüsante Weise, eröffnen uns Bürger/innen neue Sichtweisen, erheitern und machen den Alltag leichter. Zudem dienen politische Witze und Kabarett dazu, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, wie etwa das Stück „Der Herr Karl“ über einen „typischen Österreicher“ von Helmut Qualtinger und Carl Merz (1961) zeigt: der Herr Karl, Lagerarbeiter eines Wiener Feinkostgeschäftes, ist ein „typischer Österreicher“ der 1950er/60er Jahre: liebenswürdig, katholisch, freiheitsliebend, ein „ewiger Raunzer“. Im Laufe eines einstündigen Monologes über sein Leben entpuppt sich der ehrlich und naiv anmutende Kleinbürger jedoch als Mitläufer, der seinen Opportunismus vom Ende des Ersten Weltkrieges bis zum Ende der Besatzungszeit in den 1950er Jahren hinter Gemütlichkeit verborgen hielt. So passte er sich skrupellos den politischen Gegebenheiten zu seinem eigenen Vorteil an, wurde vom Sozialisten über den Christlichsozialen zum Nationalsozialisten bis hin zum Helfer der Besatzungsmächte. Der vermeintlich anständige „kleine Mann“ als Drückeberger und kaltherziger Ausnützer steht hierbei als Sinnbild für Mitläufertum der Durchschnittsbevölkerung – für ein Phänomen auch der heutigen Zeit. Eine ernsthafte wie auch bedrückende Wahrheit, die im Rahmen des politischen Kabaretts mit Schmäh´ und Leichtigkeit thematisiert werden kann und sowohl zum Nachdenken wie auch zum Lachen bringt. In einem multimedialen Vortrag mit Videosequenzen und Musik, mitgebrachten Lieblingskabaretts oder eigens gestalteten Kabarettaufführungen können Beispiele des österreichischen Kabaretts des 20. Jahrhunderts analysiert und kontextualisiert, politische und gesellschaftliche Entwicklungen auf geistreich-amüsante Weise nachgezogen sowie die hohe Bedeutung von Demokratie- und Menschenrechtsbildung praktisch veranschaulicht werden.

 

… schufen große Kabarettstücke: Helmut Qualtinger und Georg Biron (1985), v.l.n.r. Die beiden Schriftsteller,
Schauspieler und Regisseure gelten als schonungslose Gesellschaftskritiker.

Kabarettist Hagen Rether (2017). Er behandelt in seinem Programm vorwiegend gesellschaftspolitische Themen
wie Religion, Medien, Kapitalismus, Konsumverhalten und Globalisierung.

Reichhaltiges Repertoire an Musik, Witz und Kabarett der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus

Für die Gestaltung einer Jukebox-Session, einer politischen Witz- und Kabarettabends sowie eines ähnlichen themenspezifischen Workshops oder Vortrages können Sie jederzeit auf unser reichhaltiges Repertoire sowie auf unsere zahlreichen fachkundigen Referent/innen zurückgreifen.

E.A.V. – Die Toleranz (2010) https://www.youtube.com/watch?v=bCzt5IoWJ5o

Hagen Rether –  Vordemokratie im Spiegel (2017) https://www.youtube.com/watch?v=WogjeisHWG4

 

Kontakt für Rückfragen:

Martina Weixler, BSc | mobil: 0664/35 44 018 | email: martina.weixler@argejugend.at



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