Was sagen eigentlich die Acts zum Human Rights Festival?

Jugend-Redaktionsteam und ARGE Geschäftsführer Christian Ehetreiber

Das Jugend-Redaktionsteam Anna Bartens und Sarah Zwanzger mit ARGE Jugend Geschäftsführer Christian Ehetreiber

Auch das junge Redaktionsteam der ARGE Jugend ließ sich das 13. Human Rights Festival in Graz nicht entgehen. Wir verfolgten dabei alle eine Mission. Meine war es, ein paar unserer Acts für ein Statement vor mein Diktiergerät zu bekommen.

Mr. Move it, der „Einheizer“

Der erste Act des Festivals war Mr. Move it, der dem  jungen Publikum mit seinen Tänzen eingeheizt hat. Er hatte vorerst einen schweren Start, da die Schüler noch ein wenig unmotiviert waren. Aber schnell hat er sie mit seinem Enthusiasmus angesteckt. Spätestens bei „Sorry“ von Justin Bieber hatte er die Herzen der Schüler, vor allem der Schülerinnen, erobert. Für Mr. Move it selbst hat dieses Festival große Bedeutung, denn auch er kämpft jeden Tag mit Diskriminierung und Rassismus. Für ihn gilt, das Beste daraus zu machen – und nicht mitzumachen. Er selbst ist Integrationsbotschafter in Österreich und appelliert an alle, dass sie etwas tun sollen, anstatt nur zu reden, weil man nur durch Handlungen etwas verändern kann. Dass man mit dem Human Rights Festival junge Menschen zum Nachdenken anregen kann, davon ist er überzeugt. Er meint, alles entsteht und entstand aus einem Gedanken, sogar wir Menschen. Daher zählt vorerst der Gedanke, denn ohne Gedanken gäbe es auch keine Taten.

Kabarettist Clemens Maria Schreiner

Kabarettist Clemens Maria Schreiner

Um dem Festival ein wenig von seiner Ernsthaftigkeit zu nehmen, wurde der österreichische Kabarettist Clemens Maria Schreiner eingeladen. Man könnte meinen, ein Kabarettist widme sein Leben einzig der hohen Kunst der Komik, jedoch beschäftigt er sich auch mit ernsteren Themen. Clemens Maria hat einen ganz besonderen Zugang zum Human Rights Festival. Während seiner Schulzeit hatte er selbst seinen ersten Auftritt als junger Kabarettist beim Human Rights Festival im Rahmen eines Schulprojektes. Für ihn persönlich ist dieses Festival sehr wichtig, denn er meint, dass er trotz der ganzen positiven Veränderungen in den letzten Jahren noch einiges tun muss. Vor allem müssen junge Menschen erreicht werden, damit sie verstehen, dass diese positiven Veränderungen nicht von alleine geschehen sind. Er weiß zwar, dass die SchülerInnen nach diesem Tag nicht „völlig verändert“ das Festival verlassen werden. Doch das HRF hat sie sicher dazu veranlasst, nachzudenken und sich damit auseinanderzusetzten. Für ihn war das somit nicht das erste Festival und bestimmt auch nicht das letzte, bei dem er teilgenommen hat.

Lukas Plöchl aka WENDJA (Foto: Johannes Gellner)

Lukas Plöchl aka WENDJA (Foto: Johannes Gellner)

Zuletzt konnte ich den Moderator des Festivals, Lukas Plöchl, für ein Interview gewinnen. Aber er glänzte an diesem Tag nicht nur durch seine Moderationskünste – er trat auch mit seinem neuen musikalischen Projekt WENDJA auf, womit er große Begeisterung seitens des Publikums erntete. Für ihn ist das Human Rights Festival bereits zu einem Pflichttermin geworden, denn er ist schon viele Jahre gerne Teil des Festivals und wird es auch weiterhin bleiben. Bei seinem Auftritt hat WENDJA einen Song performt, der sich „Mut zur Hässlichkeit“ nennt. Mit diesem Song möchte er allen Menschen sagen, dass anders sein völlig in Ordnung ist und man einfach dazu stehen soll, denn im Leben wird es immer jemanden geben, der dich nicht schön, cool oder toll findet. Solange du das aber selbst tust, kann dir niemand etwas anhaben. Auch er wird immer wieder mit Diskriminierung konfrontiert und daher will er mit diesem Song den jungen Menschen helfen, einen starken Charakter zu bilden. Er ist davon überzeugt, dass das Human Rights Festival die SchülerInnen erreicht und es auch notwendig ist, so ein Festival für Menschenrechte zu veranstalten.

Ich bedanke mich bei allen teilnehmenden Acts für ihre Zeit, ihren ehrlichen und vor allem wichtigen Antworten und hoffe, dass man sich nächstes Jahr, beim 14. Human Rights Festival, wieder sieht.

Weitere Fotos:

Videocollage Teil 1

Videocollage Teil 2

Flickr-Album

Sarah Zwanzger

Sarah Zwanzger, geb. 10.12.1993, besucht zurzeit das Kolleg für Messe- und Eventmanagement. Neben der Mitarbeit beim Human Rights Festival, ist sie auch als Bandmanagerin beim SPH Bandcontest tätig und verfasst nebenbei ihre Bachelorarbeit in Musikwissenschaft.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.