Pegida – Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands

 

Die rechtspopulistische Organisation Pegida wurde am 19. Dezember 2014 in Dresden gegründet und hat sich inzwischen auch auf andere europäische Länder, darunter Österreich, ausgebreitet.

Was auf der österreichischen Pegida-Homepage gleich als erstes auffällt, ist der Satz: „Trotz aller Beteuerungen der Regierung, wird nach wie vor keine intelligente und vor allem menschenwürdige Asyl- und Migrationspolitik durchgesetzt.“ Das klingt doch fast so, als würde die Pegida auf die schwierige Lage der Flüchtlinge aufmerksam machen wollen und sich dafür einsetzen, dass es ihnen hier besser geht. Wenn man dann allerdings auf der Facebookseite liest: „Das einzige was Europa vor dem völligen Suizid bewahren KÖNNTE, ist ein klares STOPSIGNAL mit ALLEN KONSEQUENZEN, die Streitkräfte der europäischen Länder MÜSSEN gemeinsam die Grenzen DICHT machen!“, wird einem schnell klar, dass dem nicht so ist. Mit „nicht menschenwürdig“ ist also keineswegs die Situation derjenigen gemeint, die kilometerlange Reisen hinter sich haben, um sich vor Hunger, Krieg und Elend zu retten, sondern ganz einfach die Situation der „armen“ Österreicher.

Auf der Homepage findet man des Weiteren berührende Geschichten von ehemaligen Flüchtlingen, welche inzwischen in Österreich leben und sich sehr um die Traditionen ihrer neuen Heimat sorgen, da diese angeblich durch die vielen Migranten gefährdet werden.

Ist das nicht zynisch? Flüchtlinge von früher warnen vor Flüchtlingen von heute.

Dabei würden sie, wären die Grenzen zugemacht worden, alle gemeinsam noch in ihren ursprünglichen Ländern leben, und das vermutlich in größter Armut, wenn sie nicht schon im Krieg oder an diversen Krankheiten gestorben wären.

Eigentlich liefert die Pegida mit diesen Geschichten nur die perfekten Beispiele dafür, dass sich Migranten eben doch auch einleben können und in der EU eine Heimat finden.

Unter den Infos auf der Pegida-Facebookseite sieht man Sprüche wie: „JEDER Mensch, gleich welcher Nationalität oder Religion ist uns willkommen !!!“ und: „Wir möchten, dass alle Kinder in einem friedlichem und weltoffenem [!] Deutschland und Europa aufwachsen können!“

Weltoffen… nun ja, wenn man zurück auf die Homepage geht und den Satz: „Es hat den Anschein, dass sich mit dem Islam in den Menschen eine Art Virus manifestiert hat – oder gar ein ‚fauliges Gen-Teilchen‘“, liest, fragt man sich, ob die Welt für die Pegida auch noch außerhalb Europas existiert.

Alle Rechtschreib- und Satzzeichenfehler der Zitate wurden von den Originaltexten übernommen.

Quellen:

http://pegida-österreich.at/

https://www.facebook.com/pegidaevdresden

https://de.wikipedia.org/wiki/Pegida

Anna Bartens, 15 Jahre



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