Zum Töten bereit

Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen

Mehr als fünfhundert deutsche Jugendliche sind schon in die Kriegsgebiete gereist. Sie haben ein Ziel, nämlich vor allem in den Reihen der Terrormiliz Islamischer Staat zu kämpfen. Diese Jugendlichen haben sich für einen anderen Lebensentwurf entschieden. Sie haben die Schule und ihre Familie verlassen und verfolgen neue Ziele für ihre Zukunft. Großteils wurde auch der Kontakt zu den Freunden abgebrochen. Lamya Kaddor – islamische Religionslehrerin und Islamwissenschaftlerin – hatte persönlichen Kontakt zu einigen jungen Menschen, darunter auch ehemalige SchülerInnen, die in den Dschihad gezogen sind. Die Gründe dafür sind vielfältig, oftmals ist es schlicht die Suche nach Anerkennung und Wertschätzung. Die Jugendlichen suchen die Gemeinschaft und wollen die eigenen Minderwertigkeitsgefühle aufwerten. Lamya Kaddor schildert eine orientierungslose Generation, gleichzeitig zeigt sie auch Handlungsstrategien auf, um diese Radikalisierung zu stoppen.

Lamya Kaddor wurde 1978 in Nordrhein-Westfalen als Tochter syrischer Einwanderer geboren, sie studierte Arabistik, Islamwissenschaft und Erziehungswissenschaft an der Uni Münster. Sie arbeitet auch in der Lehrerausbildung. Durch ihre Lehrtätigkeit hatte sie persönlichen Kontakt zu radikalisierten Jugendlichen. Sie beschreibt in dem Buch auch ihre Ohnmacht und den Schock. Erst mit der Zeit versuchte sie die Ursachen zu sehen. Sie sieht das Problem nicht in der Religion. Sie setzt sich für einen Religionsunterricht in deutscher Sprache und von hier ausgebildeten Lehrkräften ein.

Das vielfältige Workshopangebot der ARGE Jugend bietet Schulen und Jugendeinrichtungen auch Unterstützung in der Arbeit, spezielle Angebote auch zum Bereich Weltreligionen ergänzen diesen Bereich.

Nähere Informationen unter

ARGE Workshopkatalog

Jugendliche im Jihad

B.Ra.



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