Gedanken zu Auschwitz heute

27. Jänner 1945: 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee

Literatur über die Shoah steht interessierten Leserinnen und Lesern ausreichend zur Verfügung. Trotz weitreichender Forschungsarbeiten bleibt stets ein Gefühl des unfassbaren Entsetzens über die Täter, auch über das Verhalten der Mitwisser und Zuschauer und die Reaktionen der internationalen Politik. Die Shoah überfordert das menschliche Fassungsvermögen. Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ veröffentlichte letzte Woche die Lebensgeschichten von 19 ehemaligen Auschwitz-Häftlingen. Sie bestätigen dieses Grundgefühl.

In den letzten Jahren haben sich Teile der Öffentlichkeit in Deutschland und Österreich intensiv damit beschäftigt, um den Holocaust mit seinem ganzen Grauen endlich als einen Teil der eigenen Geschichte anzuerkennen. Dies gilt nicht nur für die Täter, sondern auch für jene Teile der Bevölkerung, die durch ihre passive Haltung die geplante „Endlösung der Judenfrage“ erst ermöglicht haben.

Das Wissen um Auschwitz und die Shoah darf nicht verloren gehen, auch die nachfolgenden Generationen müssen sich damit auseinandersetzen.

SitzungssaalIm Sitzungssaal des österreichischen Parlamentes fand am 27.01.2015 eine Gedenkveranstaltung statt

                                                                                                                                                             Der bekannte Journalist Ari Rath betonte vergangene Woche im Rahmen der Gedenkveranstaltung im österreichischen Parlament, dass er nicht müde werden wird seine Geschichte und seine Erinnerungen an die Machtergreifung der Nationalsozialisten in Wien 1938 zu erzählen. Er sprach von der Bedeutung des wachsamen Erinnerns, um eine Wiederholung dieses singulären Verbrechens zu verhindern.

DialogBettina Ramp von der ARGE Jugend im Dialog mit Ari Rath

                                                                                                                                                                               Die ARGE Jugend leistet durch ihre zeitgeschichtlichen Jugendprojekte einen wichtigen Beitrag zu dieser Aufgabe. Auf der Plattform www.generationendialog-steiermark.at sind die in den letzten 15 Jahren geführten ZeitzeugInnengespräche gesammelt und anzuhören.



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