Gemeinsame Spurensuche in Gries und Lend

Bereits zum dritten Mal in diesem Schuljahr begaben wir uns im Zuge der „Weltreisen in Graz“ des Projekts „Wir sind Graz 2.0“ mit VolksschülerInnen auf Spurensuche in die Grazer Bezirke Gries und Lend. Da vor allem in diesen beiden Bezirken die Vielfalt der Stadt auf engstem Raum erlebbar ist, wurden sie zum Schauplatz unserer Interkulturellen Stadtrundgänge.

Interkulturelle Entdeckungsreise

Zum Start unserer Reise trafen wir uns vor der Kirche St. Andrä. Nach einem ersten Kennenlernen bzw. freudigem Wiedersehen der Partnerklassen sprachen wir zunächst allgemein über die Weltreligionen und deren vielfältige religiöse Praktiken. Hier konnten sich die Kinder mit Ihrem Wissen einbringen und fungierten sozusagen als ExpertInnen, indem sie aus ihrem Alltag und den religiösen Bräuchen innerhalb ihrer Familie erzählten.

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Pfarrer Hermann Glettler mit SchülerInnen der VS Triester und VS Karl Morre

 

Einige Meter weiter, im Innenhof des Dominikanerklosters, thematisierten wir die Geschichte der ersten bosnischen Garnisonstruppen in Graz und lernten darüber hinaus die verschiedensten Herkunftsländer der Kinder kennen.

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Und wo bist du geboren?

 

Kleine Zeitreise in die Grazer Geschichte

Der Stadtrundgang war nicht nur eine Reise zwischen verschiedenen Kulturen, sondern auch eine kleine Zeitreise in die Grazer Geschichte. Unvorstellbar, dass die Leute vor fast 150 Jahren keine Badezimmer hatten und sich nur einmal im Monat in einer öffentlichen Badeanstalt waschen konnten. Verwundert über diese Verhältnisse befassten wir uns beim Bad zur Sonne mit der Badekultur der damaligen Bevölkerung.

In unmittelbarer Nähe zum Bad befindet sich die Volksschule St. Andrä. Die Kinder waren erstaunt, als sie erfuhren, dass die Schule nicht immer eine Volksschule war, sondern im Graz des 17. Jahrhunderts verwaisten Kindern als Heim diente.

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Gespannt lauschen die Kinder den Erzählungen

 

Weiter ging es Richtung Griesplatz, wo wir einen kulinarischen Kurzausflug in die Welt von Kebap, Ćevapčići und Burek erleben. Nach einer kurzen Pause und gestärkt durch die eine oder andere Köstlichkeit traten wir den Weg zum Südtirolerplatz an. Auch in der Griesgasse gab es in den Schaufenstern der Geschäfte einiges zu entdecken. Den Kindern machte es sichtlich Spaß, sich in ihrer Muttersprache einbringen zu können und ihren Mitreisenden Gegenstände in den Auslagen zu erklären und Aufschriften zu übersetzen.

Zum Abschluss unseres Stadtrundgangs fanden wir uns vor der Mohren-Apotheke zusammen, dem ehemaligen Wirtshaus „Zum Schwarzen Mohren“. Dort sprachen wir über den wohl berühmtesten Grazer Arzt – Joseph Leopold von Auenbrugger – an ihn erinnert heute noch die Adresse der Landesklinik Graz.

C.F.

Mehr Eindrücke der bisherigen Interkulturellen Stadtrundgänge auf FlickR

 



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