Die Fluchtthematik aus dem Blickwinkel von geflüchteten Menschen

Um SchülerInnen einen unvoreingenommenen Umgang mit dem Thema Flucht ermöglichen zu können, haben StudentInnen das Projekt „Genauer Hinschauen“ initiiert und bieten abwechslungsreiche, lehrreiche Workshops dazu an.

 

Die Fluchtbewegungen der letzten Jahre und die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft machen Integration und das Bekämpfen von Stereotypen zu zweifellos wichtigen Unternehmungen. Vor allem Jugendliche, die darüber entscheiden, wie sich diese Gesellschaft entwickeln soll, haben ein Recht auf unabhängige Aufklärung und Informationen aus erster Hand. Um SchülerInnen dies zu bieten haben wir, eine Gruppe aus Studierenden und AsylwerberInnen bzw. Asylberechtigten, vor drei Jahren das Projekt „Genauer Hinschauen“ auf die Beine gestellt. Unsere Erkenntnis: Der zweite Blick, ein Gespräch auf Augenhöhe, das aktive Hinschauen lohnt sich.

 

Geflüchtete Menschen erzählen von sich

Um „genauer hinschauen“ zu können, bietet unser Team, bestehend aus StudentInnen der Kulturanthropologie, Rechtswissenschaften, Psychologie, Pädagogik und des Lehramts., eine umfangreiche Mischung von Aufklärung und Spaß an. Dazu gestaltet je ein/e Vortagende/r zusammen mit einer Person mit Fluchthintergrund einen Workshop von mindestens drei Schulstunden zu den Themen Migration und Flucht.

 

 

Stereotypen, Gerüchten und Fake News entgegenwirken

Bei einer Präsentation sollen Begriffe erläutert, Rechtslagen aufgezeigt, finanzielle Situationen besprochen und fundierte Daten gezeigt werden. Des Weiteren wird anhand eines spielerischen, sozialpsychologischen Experiments zusammen mit den SchülerInnen das Entstehen und Funktionieren von Stereotypen und Gerüchten aufgezeigt. Die Themen Fake-News und Internethetze werden in diesem Abschnitt zusätzlich besprochen. Dann soll anhand eines Einzelschicksals durch den anwesenden Geflüchteten besprochen werden, was mögliche Fluchtgründe sind und welche emotionalen und psychischen Aspekte eine Flucht und der Prozess der Integration mit sich bringen können. Am Ende haben die SchülerInnen die Chance anonym Fragen zu stellen. Die SchülerInnen können in aller Unverblümtheit und Ehrlichkeit Ängsten, Sorgen und Gedanken Raum zu geben, um anschließend jede Frage und Unklarheit sachlich zu diskutieren.

 

 

Maßgeschneiderte Workshops und interaktives Programm

Das ganze Programm wird sehr interaktiv gestaltet und kann stets individuell auf die Interessen der Klasse oder der Schule angepasst werden. Wichtig ist uns dabei, dass das Ganze in einem lockeren Rahmen stattfindet, in dem jede Meinung seinen Platz findet. Und weil wir selbst noch vor nicht allzu langer Zeit mit großen Augen und Schweiß auf der Stirn in unser Mathematikbuch gestarrt haben, finden wir meistens einen guten, natürlichen und lebhaften Zugang zu den SchülerInnen.

„Genauer hinschauen“ lohnt sich!

Anna Tengg

 



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