“Beim Red´n kumman d´Leit z´am“
Das obersteirische Netzwerkprojekt „Menschenrechte und Demokratie als gelebte Alltagskultur“ geht in die 2. Runde!

Das persönliche Gespräch als Grundlage von Menschenrechten und Demokratie

“Beim Red´n kumman d´Leit z´am“ – so spricht schon der Volksmund und bringt damit den Grundgedanken unseres obersteirischen Netzwerkprojekts „Menschenrechte und Demokratie als gelebte Alltagskultur“ auf den Punkt. Der Grund dafür ist ganz einfach: durch persönliche Gespräche können Missverständnisse aufgeklärt, Meinungsverschiedenheiten ausgetragen, Konflikte bereinigt und ein respektvolles Miteinander geschaffen werden. Ein respektvolles Miteinander, das die Grundlage für die Wahrung der Menschenrechte im alltäglichen Leben bildet. Zudem verleiht uns jeder Dialog die Möglichkeit, unsere Meinung, unsere Bedürfnisse und Wünsche zu äußern – zu einem weltpolitischen Thema ebenso wie zum geplanten Umbau des Gemeindeveranstaltungszentrums oder zu Ideen für das bevorstehende Programm der örtlichen Theatergruppe. Es sind diese täglich geführten die Dialoge, die gelebte Demokratie im Sinne der Mitsprache und Mitgestaltung unserer Lebenswelt ermöglichen.

Von Umwelt- und Sozialpolitik über Digitalisierung der Arbeitswelt bis hin zur Stärkung des ländlichen Raums – innovative Kleinprojekte und Veranstaltungen behandeln Menschenrechte und Demokratie im weitesten Sinne

Mit dem obersteirischen Netzwerkprojekts „Menschenrechte und Demokratie als gelebte Alltagskultur“, das von der Abteilung für Regionalentwicklung (A17) und der Abteilung für Soziales (A11) des Landes Steiermark als Fördergeber finanziert und von der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus als Projektträger begleitet wird, entsteht eine Plattform für partizipative Kleinprojekte und innovative Veranstaltungen zur Etablierung einer Alltagskultur, in der Menschenrechte und Demokratie gewahrt, gelebt und im Interesse höchstmöglichen Gemeinwohls weiterentwickelt werden. Zur Teilnahme an diesem Netzwerkprojekt, das in diesem (Schul-)Jahr 2019/20 in die 2. Runde geht, konnten sich mindestens neun bis maximal 15 Gemeinden der drei obersteierischer Planungsregion (Obersteiermark Ost, Obersteiermark West, Liezen) bewerben. Ihre Gemeindevertreter/innen, Schulen, Vereine, Jugend- und Kulturinitiativen haben als Projektakteure-/akteurinnen in diesem Rahmen die Möglichkeit, Kleinprojekte oder Veranstaltungen zum Thema “Menschenrechte und Demokratie als gelebte Alltagskultur” – im weitesten Sinne – zu initiieren. Das Themen- und Formatspektrum ist überaus breit. So können etwa thematisch umwelt- und sozialpolitische Fragen ebenso behandelt werden wie zeithistorische Gedenk- und Erinnerungskultur zur Bewältigung aktueller Herausforderungen, soziokulturelle Vielfalt zur Stärkung des Miteinanders, die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt oder die Stärkung des ländlichen Raums im Sinne positiver Zukunftsperspektiven für Jung und Alt. Als Formate bieten sich neben Workshops und Vorträgen ebenso kreativ-innovative Umsetzungsvarianten an. So kann etwa mit der „jukebox of human rights and democracy“ ein Musikabend veranstaltet werden, mit Songs der Vergangenheit und Gegenwart, die für Frieden und Freiheit stehen. Für eine humorvoll-geistreiche Annäherung an Menschenrechte und Demokratie im historisch-politischen Kontext bietet sich ein Abend mit „politischem Witz und Kabarett“ der vergangenen 100 Jahre an – in fachspezifischer Kontextualisierung zur Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Zeitgeist und Politik der letzten zehn Dekaden. Den allgemeinen Folder zum Projekt “Menschenrechte und Demokratie als gelebte Alltagskultur” findet ihr hier zum download: Folder Menschenrechte

 

In unsr´a Gmoa kumman d´Leit beim Red´n z´am….

….diesen Satz können die Bürger/innen von neun obersteirischen Gemeinden demnächst ihren Kolleg/innen, Freund/innen und Nachbarn erzählen. Wir freuen uns, dass sich in dieser zweiten Projektrunde neun obersteirische Gemeinden beworben haben – aus dem Aichfeld ebenso wie aus dem steirischen Salzkammergut sowie aus Peter Rosegger´s Heimatregion. Welche Gemeinden und AkteurInnen in dieser 2. Projektrunde mit uns arbeiten, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten sukzessive vorstellen. Ein kleiner Ausblick, ohne zu viel zu verraten: während sich in einigen Gemeinden mehrere Schulen und Jugendeinrichtungen mit dem Umgang mit Vielfalt im täglichen Schul- und Jugendalltag interaktiv auseinandersetzen, befassen sich in anderen Gemeinden Schulen und Kulturinitiativen auf kreative Weise mit Frieden, Solidarität, Rassismusbekämpfung sowie mit immatieriellem Kulturgut zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes. Neben einer Subvention des Landes Steiermark unterstützen wir als ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus die Gemeinden und ihre Akteur/innen vor Ort bei der Umsetzung ihrer Kleinprojekte und Veranstaltungen – von der Ideensammlung und Projektkonzeption über Organisation, PR und Werbung bis hin zur abschließenden Evaluation der Zielwirkungen. Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Umsetzung zahlreicher spannender Kleinprojekte und Veranstaltungen in den nächsten Monaten!

Rückblick auf die vergangene 1.Projektrunde

In der vergangenen 1.Projektrunde im (Schul-)Jahr 2018/19 haben sich insgesamt 11 obersteirische Gemeinden für das Projekt “Menschenrechte und Demokratie als gelebte Alltagskultur” beworben haben und hoch interessante, kreative und originelle Projekte umgesetzt. Einen kleinen fotografischen Rückblick findet ihr hier.

 

 

Kontakt für Rückfragen:

Martina Weixler, BSc | mobil: 0664/35 44 018 | email: martina.weixler@argejugend.at



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