Das Wahlrecht und warum es so wichtig ist, es auch zu nutzen

,,Das Wahlrecht bezeichnet das Recht, an politischen Wahlen in Österreich teilnehmen zu dürfen.‘‘1

Das allgemeine Wahlrecht gilt in Österreich seit 1907, für Frauen jedoch erst seit 1918, wofür sie lange Zeit hart kämpften und demonstrierten. Dabei liegt das aktive Wahlalter aktuell bei 16 Jahren, das passive bei 18 Jahren (eine Ausnahme stellt die Bundespräsidentenwahl mit 35 Jahren dar).

 

Demonstration für das allgemeine Frauenwahlrecht am 19. März 1911 am ersten Frauentag in Wien Quelle: https://www.wien.gv.at/kultur/chronik/gedenken2008/archiv/frauenwahlrecht.html


Nach dem 2. Weltkrieg war es für sehr viele Menschen enorm wichtig, das Wahlrecht zu nutzen.

Momentan sieht es bei uns etwas anders aus, immer mehr Menschen wählen heute bewusst nicht.

Dabei handelt es sich oftmals um fehlendes Interesse an der Politik oder um Unwissenheit. Einige Menschen wiederum wählen aus religiöser Überzeugung nicht, z.B. die Zeugen Jehovas. Diese sind politisch absolut neutral und weigern sich politische Wahlen zu treffen, sie orientieren sich hierbei an der Bibel.2

 

Die Zeugen Jehovas verzichten aus religiösen Motiven auf ihr Wahlrecht. Quelle: http://www.badische-zeitung.de

 

Andere halten die Wahlen auch schlicht und ergreifend für ,,nicht relevant genug‘‘. In der heutigen Zeit denken viele, dass es ihnen gut genug geht, sie müssen sich nicht in Wahlen „einmischen“, und sie befürchten negative Veränderungen.

Einige möchten sich wiederum aus hitzigen politischen Diskussionen raushalten. Sie fürchten sich davor, sich vor Entscheidungen rechtfertigen zu müssen.

 

Warum ist Wählen so wichtig?

Seit einiger Zeit droht Österreich wieder in eine rechte Schiene abzurutschen. Dies wäre gefährlich für alle von uns – einige Parteien vertreten nämlich zum Teil verachtende Ansichten gegenüber gewissen Personengruppen. Homophobie, Rassismus und konservative Werte spielen hier eine große Rolle. Um für eine offene Gesellschaft einzutreten sollten wir uns bewusst dagegen und somit auch gegen rechte Parteien entscheiden. Mit der Wahl gegen solche Parteien stehen wir für Frieden, Gleichstellung und Offenheit ein – es wäre also nichts leichter als wählen zu gehen!

Jahrelang haben Menschen dafür gekämpft, wählen und ihre Meinung ausdrücken zu dürfen.

Als Wähler/in trägt man einen wichtigen Teil zur Gesellschaft bei. Entscheidungen werden getroffen und durch die Nutzung des Stimmrechtes kann man diese Entscheidungen unterstützen. Jede einzelne Stimme zählt!

Es kann sich nur dann etwas zum Positiven verändern, wenn man diesem Wunsch auch eine Stimme gibt, ihn vertritt und dahinter steht – etwa indem man sich aktiv an Wahlen beteiligt.

Wenn wir dies nicht machen, verzichten wir darauf, Teil des Mitgestaltens zu sein. Es werden dann vielleicht Entscheidungen getroffen, die nicht in unserem Sinne sind.

 

Junge politisch engagierte Menschen

Es gibt viele junge Menschen, die sich für die Politik, die Wahlen usw. sehr interessieren. Einige finden ihren Platz in politischen Jugendgruppen, andere informieren sich und freuen sich darüber, auch endlich mitbestimmen zu können und nach ihrer Meinung gefragt zu werden. Aktuellen Umfragen entsprechend kommt zurzeit sowohl die Liste Sebastian Kurz/ÖVP als auch die FPÖ bei Jugendlichen besonders gut an.3

Celine Mitterbacher

 

Quellen:

1 https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/262/Seite.2620000.html

2 https://www.jw.org/de/jehovas-zeugen/haeufig-gestellte-fragen/politisch-neutral/

http://www.tagblatt.de/Nachrichten/Professoren-erklaeren-warum-Menschen-nicht-waehlen-gehen-108274.html

http://www.renner-institut.at/fileadmin/frauenmachengeschichte/wahlrecht/wahlrecht.htm



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.