Wie entstehen autoritäre Regimes?

Das Projekt „Wie entstehen autoritäre Regimes?“ gründet auf einer Initiative von Frau Landtagspräsidentin Dr.in Bettina Vollath. Anlässlich des Gedenktages zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen entwickelten wir – die überparteiliche ARGE Jugend und das Gedenknetzwerk _erinnern.at_ ein Konzept für ein schulübergreifendes Jugend- und Ausstellungsprojekt. Die Ergebnisse der inhaltlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema sehen Sie bis Ende Juni im Landhaushof.

VertreterInnen und Lehrlinge der GKB vor ihrer Ausstellungstafel

An der Ausstellung beteiligten sich sechs steirische Schulen und eine Gruppe von Lehrlingen, ich bedanke mich für die Zusammenarbeit beim BG/BRG Kirchengasse, beim BG/BRG Klusemann, beim BRG Körösi, bei der Grazer International Bilingual School, bei der HAK Bruck an der Mur, bei der Bundesanstalt für Elementarpädagogik in Hartberg und bei den Lehrlingen der Graz-Köflacher-Bahn-und Busbetriebs GesmbH.

Die Idee des Vorhabens bestand darin, den teilnehmenden Jugendgruppen ein innovatives Format der politischen Bildung anzubieten, um Bedingungen und Wirkmechanismen der Entstehung von politischem linken wie rechten Extremismus, von totalitären Herrschaftsformen und antidemokratischen Strömungen anhand aktueller und zeitgeschichtlicher Ereignisse auszuloten und um wirkungsvolle Gegenstrategien zu reflektieren.

SchülerInnen des BG/BRG Kirchengasse

Europas Demokratien sind seit einigen Jahren mit einer massiven Renaissance von Rassismus und Rechtsextremismus, mit islamistischem Terror in den Metropolen und mit anderen demokratiegefährdenden Herausforderungen konfrontiert, welche die Entwicklung geeigneter Angebote der Demokratie- und Menschenrechtsbildung nötig machen. Wir versuchten mit unserer Arbeit das Demokratiebewusstsein bei Jugendlichen zu stärken, anstatt es nur rhetorisch zu beschwören! Die Bedeutung der Demokratie für Frieden, Freiheit und Solidarität muss bei der Jugend verankert werden, um immun zu werden für Heilsversprechen von Demagogen.

Landesrat Mag. Christopher Drexler referiert über Gefahren für Demokratien.

Aus unseren Projekterfahrungen heraus wage ich auch einen Zukunftsblick, es lässt sich resümierend zusammenfassen, dass der Bereich der kritischen Auseinandersetzung und politischen Bildung unter Jugendlichen forciert werden muss und zwar in allen Schultypen, um den nachrückenden Generationen das Wissen um und über die Demokratie und deren Bedeutung für den Erhalt des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu vermitteln.

Präsidentin Dr.in Bettina Vollath eröffnet die Ausstellung.

Wie dringlich eine Aufklärung der Jugendlichen ist, hat Großbritannien vor einem Jahr gezeigt, beim damaligen Brexit-Referendum sind die Jungwählerinnen mehrheitlich zu Hause geblieben. Ihre Wut und Verwunderung über den Ausgang des Volksbegehrens war am Tag danach enorm.

Abschließend nochmals herzlichen Dank an Frau Präsidentin Vollath für den Projektauftrag, an Landesrätin Mag.a Ursula Lackner und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer für die Finanzierung.

Bettina Ramp



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